• Frühschoppen

Liebe Kulturfreunde,

für den Dezember haben wir uns einen Adventskalender gebastelt, an dem Sie vielleicht Freude haben und dazu noch etwas gewinnen können.

Neugierig? Dann schauen Sie hier!

Hier noch einige Hinweise.

  • Möchten Sie eine unserer Veranstaltungen bewerten, dann nutzen Sie bitte diesen Link.
  • Der monatliche Literaturstammtisch tagt immer am letzten Dienstag des Monats. Das nächste Treffen ist am 25. November 2025 um 19 Uhr im Seniorentreff, Lindenstraße 18. Eine Übersicht über die bisher besprochenen Werke finden Sie hier.

Eine Bemerkung in eigener Sache:

Der Kulturverein ist stolz, in den 15 Jahren seiner Existenz bisher mehr als 200 öffentliche Veranstaltungen angeboten zu haben!

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Weihnachten 2025
von Georg Leiser

 
Knecht Ruprecht, traurigen Gesichts,
steht vor den Schranken des Gerichts.
Er hat, man konstatiert entsetzt,
Recht und Gesetze grob verletzt.

Und das beginnt ja allemal
ganz klar beim eigenen Personal.
Die ganzen Engel oder Elfen,
die beim Geschenkverpacken helfen
sind minderjährig, ungelöhnt;
‘s ist Kinderarbeit, drum verpönt.

Und auf Geschenke (ungeheuer!)
zahlt auch kein Schwein die Mehrwertsteuer.
Die Rentierschar, die man so sieht,
und treu und brav den Schlitten zieht
am Weihnachtsabend wirkt zuletzt,
erschöpft und reichlich abgehetzt.

Der Tierschutzbund, so soll es sein,
der fordert Rentierpausen ein,
so spricht es der Bedenkenträger,
im heut’gen Fall der Nebenkläger.
Knecht Ruprechts Kumpel, rot gewandet
ohn‘ Rücksicht, wo er letztlich landet,
saust ungefragt durch den Kamin.
Das ist in höchstem Maße kühn,
so heißt es klar in der Beschwerde
der kommunalen Baubehörde.

Noch ein Indiz ist unbestritten:
Knecht Ruprechts Weihnachts-Rentierschlitten,
der trug noch nie ein Nummernschild.
Um abzurunden dieses Bild:
Der Schlitten wird heut konfisziert.

Was heißt hier Weihnacht? Ungerührt
straft heute das Gesetz den Frommen.
Na, und? Da könnt‘ ja jeder kommen!

Knecht Ruprecht muss für alles büßen,
wird auf der Stelle ausgewiesen.
Doch bleibt dies Urteil ohne Sinn:
Man weiß ja nicht mit ihm, wohin.